Pressetexte


KS_2013_04-1Bin ich knef?
Hommage an die Schönebergerin und Diva Hildegard Knef

Maila Barthel bringt mit ihrem Pianisten Frank Augustin neben zahlreichen Liedern und Chansons der Knef die Fragen und das Interesse für das Phänomen, ja den Mythos der  Diva auf die Bühne. „Bin ich knef?“ wird gefördert durch den Kiezfonds Schöneberg, der sich aus Mitteln des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg finanziert. Den Besucher erwartet eine unterhaltsame Begegnung mit Hildegard Knef.

DSC_0079_500Die Diva

Hildegard Knef wächst in Schöneberg auf, als ihre Mutter nach dem frühen Tod ihres Mannes von Ulm nach Berlin zu ihren Eltern zurückzieht. Das war 1926. In der Schule eine gute Schülerin und die glücklichen Zeiten mit dem Großvater auf dem Land stehen im krassen Gegensatz zu den grauen Straßen und den dunklen Hinterhöfen Schönebergs. Auf keinen Fall eine Handelslehre! Ihre Talente bringen sie in eine Ausbildung zur Zeichnerin, dann zur Schauspielschule bei der Ufa. Ihr erstes Lied singt sie vor Soldaten. Nationalsozialismus, der Krieg, Arbeitsdienst, evakuiert, ausgebombt, Hunger, Kriegsgefangenschaft, Theaterproben und dann Aufführungen im ersten notdürftig wiedereröffneten Theater. Angebote für Filmrollen folgen, ihre frühe Ehe, zuerst ohne, dann mit amerikanischem Pass. Sie machte Karriere auf der Bühne und der Leinwand in Hollywood und New York – Hildegard Knef wurde ein internationaler Star – hoch gelobt und schwer verrissen in ihrer deutschen Heimat. Trotz ihrer unterschiedlichen Karrieren und dem jahrelangen Leben aus dem Koffer, kehrt sie immer wieder zurück: In ihre Stadt. Für immer miteinander verbunden: Berlin und die Knef. „Meine Arbeit soll mein Mythos sein,“ sagte sie in einem Interview über sich, auf die Problematik des allzu Privaten in ihrer Außenwirkung angesprochen.

Bin ich knef?

Mit der Gemeinschaftsproduktion „Bin ich knef?“ bringen Maila Barthel und Frank Augustin gut 90 Minuten spannende musikalische Unterhaltung auf die Bühne. Was macht die Wirkung dieser vielseitig talentierten Künstlerin über ihren Tod hinaus so besonders? Ihre Direktheit, ihre scharfe Beobachtungsgabe, die Zerrissenheit und Melancholie, ihre Eifersucht ebenso wie ihr Rebellentum, die Zivilcourage als Frau, Künstlerin und Person des öffentlichen Lebens? Die Frage, „Bin ich knef?“ ließe sich selbstredend mit Nein beantworten. Und doch….

Maila Barthel, Schauspielerin und Autorin, hat sich bereits neben anderen Produktionen und Veröffentlichungen mit Soloprogrammen und Theaterabenden, inszeniert nach Texten aus eigener Feder, einen Namen gemacht. „Kaufrausch“ gibt einen Einblick in die kuriosen Abgründe weiblichen Kaufrausches, „Bestseller“ blickt humorvoll-skurril in die neiderfüllte Autorenseele oder „Inselkoller – ein Stück über die „rote Insel“. Zusammen mit Frank Augustin inszenierte sie das Theaterstück „Schimmer Heimat“.

Jetzt erkundet sie mit Gesang zusammen mit Frank Augustin am Klavier, was die Lieder und Chansons der Knef über die Zeit hin an Wahrheit transportieren und über die Zeiten, in denen sie entstanden und veröffentlicht worden sind. Im Mittelpunkt steht Hildegard Knef, die diese Lieder und Chansons in die Welt gebracht hat. Frank Augustin ist Musiker, Komponist und Texter. Er hat über viele Jahre mit der Rockband „Pille-Palle & die ÖtterPötter“ und mit der Theatergruppe „Vanilla Gorgon“ gearbeitet und gute Unterhaltung gemacht. Texte von Friedhelm Kändler, Francois Villon, Charles Baudelaire, B.Traven oder Ernst Jandl hat er vertont. Heute spielt er mit seiner Band „die passanten“ größtenteils eigene Texte und Musik. „Zeit mit Steff Jungen und Hans Hartmann“ heißt seine letzte CD – Produktion. Für den Musikclip „BRASILIEN“ hat er „Calypso“ von Ernst Jandl vertont. Verfilmt wurde er von der Schöneberger Regisseurin Lih Janowitz. Sie übernahm auch die Dramaturgische Beratung des Stückes „Bin ich knef“. Die Besucher dürfen gespannt sein auf die gemeinsame Produktion der beiden Künstler aus dem Kiez Schöneberg. Viel Spaß!

Erika von Hören

MAZ_25.10

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